Das duale Studium - StudiLe


Das Ausbildungsprogramm StudiLe ist ein Studium mit integrierter Lehre und ermöglicht eine handwerkliche Berufsausbildung in Verbindung mit einem Studium in den Bereichen Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Informatik und Betriebswirtschaft. Das Programm wurde 2004 von der Handwerkskammer Lübeck gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck und weiteren Partnern ins Leben gerufen. Seitdem haben sich bereits etwa 330 Abiturienten oder Fachabiturienten aus ganz Schleswig-Holstein für das innovative Ausbildungsmodell entschieden.

StudiLe-Absolventen erwerben zwei weltweit anerkannte berufsqualifizierende Abschlüsse, den Bachelorabschluss und den Gesellenbrief. Begonnen wird das Ausbildungsprogramm zunächst mit der Lehre, nach einem Jahr startet dann parallel dazu das Studium an der Fachhochschule Lübeck. Die Gesamtausbildungszeit beläuft sich auf 4,5 Jahre.

Der große Vorteil von StudiLe liegt in der engen Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis, die ein rein akademisches Studium nicht bieten kann. Die gesamte Ausbildung bereitet die StudiLe-Teilnehmer auf Führungsaufgaben in kleinen und mittelständischen Unternehmen optimal vor. Durch den frühen Berufseinstieg mit fließendem Übergang vom Studium in den Beruf ergeben sich für sie hervorragende Karrierechancen. Die StudiLe-Ausbildungsbetriebe profitieren von den im eigenen Unternehmen ausgebildeten Absolventen, die den Betriebsablauf bereits aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen und daher kompetent und frühzeitiger verantwortliche Tätigkeiten übernehmen können.

 

 

Warum entscheiden sich SchülerInnen für StudiLe? Ein kurzer Bericht von Thorben Lorentzen.

In der Schule stellte sich mir irgendwann natürlich die Frage: Wie geht es nach der Schule weiter? Gehe ich studieren, oder mache ich lieber eine Ausbildung und verdiene Geld? Dazu dann noch die Ungewissheit, welche Richtung man genau einschlagen will.

Also habe ich erst mal jede Menge Praktika absolviert, um einen Eindruck von der Arbeit zu bekommen und was mich vielleicht interessieren könnte.

Fest stand nur, es sollte irgendetwas Technisches sein.

Und eine Sache fiel mir immer wieder auf, die Leute in der Werkstatt waren häufig empört über die Ahnungslosigkeit der Ingenieure und Verantwortlichen (welche meist keine Praxiserfahrung hatten und teilweise direkt von der Uni kamen), oftmals hatten diese auch sehr komplizierte Lösungsvorschläge für einfache Dinge. Nebenbei kam ich zu der Überzeugung, dass ich nicht mein ganzes Leben lang immer nur in der Werkstatt arbeiten möchte.

Also war die logische Schlussfolgerung, ich werde Ingenieur!

Nun kam allerdings besagte Erfahrung aus der Werkstatt hinzu, weshalb für mich gleich feststand, über mich sollte man später nicht so reden. Also musste eine Kombination aus Studium und Praxiserfahrung - sprich Ausbildung - her: da gab es nun die Möglichkeit erst eine Ausbildung und dann das Studium zu machen, allerdings hörte ich zeitgleich auch vom Dualen Studium, das klang erst mal recht interessant, ich informierte mich, welche Unternehmen so etwas überhaupt anbieten und musste bald feststellen, dass es zwar durchaus viele Unternehmen gibt, dass die genaue Durchführung allerdings sehr unterschiedlich ist. Oftmals waren die Praxisanteile so knapp bemessen, dass sie kaum über ein normales Grundpraktikum  hinausgingen.

Schließlich stieß ich auf das StudiLe - Programm, das einzige welches viel Praxis und sogar einen vollwertigen Gesellenbrief beinhaltet, und da wusste ich, wohin es geht